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Unfall, Tacho, Wartung: die Vorgeschichte eines Gebrauchtwagens vor dem Ankauf prüfen

Was ein Auto erlebt hat, verraten vier Quellen: die Papiere, das Serviceheft, ein Bericht zur Fahrzeughistorie und das Auto selbst. Das digitale Serviceheft des Herstellers und ein Bericht wie der von CARFAX lassen sich mit der FIN in Minuten abfragen, noch bevor Sie ein Angebot machen. Was Sie finden, gehört später in den Kaufvertrag.

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Digitales Serviceheft und CARFAX-Bericht zu einer FIN in wagenpuls
Digitales Serviceheft und CARFAX-Bericht zu einer FIN in wagenpuls

Warum vor dem Ankauf und nicht danach?

Was Sie beim Ankauf übersehen, zahlen Sie zweimal: einmal im Einkaufspreis und noch einmal, wenn der Käufer später einen Mangel geltend macht. Verkaufen Sie an Verbraucher, haften Sie für Mängel, die bei Übergabe schon angelegt waren, siehe Gewährleistung beim Gebrauchtwagen. Bekannte Vorschäden gehören deshalb in den Vertrag, siehe Mängel offenlegen.

Vor dem Angebot ist die Vorgeschichte außerdem ein Verhandlungsargument. Ein lückenloses Serviceheft ist Geld wert, eine Lücke von drei Jahren auch, nur in die andere Richtung.

Was zeigen die Papiere?

Die Zulassungsbescheinigung Teil II nennt die Zahl der Halter. Der letzte HU-Bericht nennt einen Kilometerstand mit Datum, an dem sich der Tacho messen lassen muss. Rechnungen von Werkstätten nennen ebenfalls Kilometerstände. Liegen diese Stände nicht in einer steigenden Reihe, stimmt etwas nicht.

Das digitale Serviceheft

Viele Hersteller führen das Serviceheft seit Jahren digital, das Papierheft im Handschuhfach ist dann leer oder fehlt. Die Einträge liegen beim Hersteller: Inspektionen, Reparaturen, Rückrufe und der Kilometerstand bei jedem Besuch. Am vollständigsten ist das bei VW, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Toyota, meist ab Modelljahr 2012.

Steht im Heft ein höherer Kilometerstand als heute auf dem Tacho, ist das das deutlichste Zeichen für einen zurückgedrehten Zähler. Wer die Messung eines Wegstreckenzählers verfälscht, macht sich strafbar, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe (§22b Absatz 1 StVG).

Ein Bericht zur Fahrzeughistorie

Anbieter wie CARFAX sammeln Daten zu einer FIN aus vielen Quellen in Europa und den USA: Zulassungen, Halterwechsel, gemeldete Schäden, Importe. Ein solcher Bericht zeigt vor allem, ob ein Auto eine Vergangenheit hat, nach der Sie fragen sollten, etwa einen Totalschaden in den USA vor dem Import.

Ein leerer Bericht heißt nicht, dass nichts war. Er heißt, dass nichts gemeldet ist. Die eigene Prüfung am Fahrzeug ersetzt er nicht.

Und das Auto selbst

Spaltmaße, Lackdicke, Schweißnähte, Verschleiß an Pedalen und Lenkrad passend zur Laufleistung: Was Papiere und Berichte nicht zeigen, zeigt das Fahrzeug. Eine Liste dafür steht unter Ankaufscheckliste.

So geht es in wagenpuls

In jeder Ankaufsanfrage steht unter den Fahrzeugdaten der Kasten Fahrzeughistorie. Mit der FIN rufen Sie dort das digitale Serviceheft ab (5,90 Euro je Abruf, ohne Einträge kostenlos) und prüfen kostenlos, ob CARFAX Einträge hat; erst dann kaufen Sie den Bericht für 14,90 Euro. Alles bleibt je FIN gespeichert und steht nach dem Ankauf in der Fahrzeugakte. Wie das im Einzelnen aussieht, steht unter Serviceheft und CARFAX.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Zuletzt fachlich geprüft am . Die Angaben sind sorgfältig zusammengetragen und ersetzen keine Beratung durch Steuerberater oder Anwalt.

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